Schwimmen mit frischen Ohrlöchern - ja oder nein?
Entzünden sich frisch gestochene Ohrlöcher, trübt das die Freude an dem neuen Körperschmuck. Wann darf man ruhigen Gewissens wieder in See oder Pool? Und was, wenn man sich nicht so lang gedulden mag?
Ein frisch gestochenes Ohrloch stellt eine Wunde dar, die keinesfalls entzündet werden sollte. Daher ist es wichtig, den Kontakt mit Keimen zu vermeiden. Besonders in den warmen Sommermonaten kann das schwierig sein, doch wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte das Baden lieber vermeiden.
Schwimmbäder, Badeseen und das Meer können mit Keimen belastet sein, die Infektionen hervorrufen können. Zudem können Chlor und seine Nebenprodukte die Haut rund um die Wunde reizen.
Der Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte (BVJ) empfiehlt, bei Ohrlöchern in den Ohrläppchen möglichst sechs Wochen lang auf das Schwimmen zu verzichten. Bei Ohrlöchern im Knorpelbereich ist noch mehr Geduld gefragt, da sie länger zum Abheilen benötigen. Optimalerweise sollte man erst nach zwölf Wochen wieder schwimmen gehen.
Alternative: Mit wasserfesten Pflastern abkleben
Was aber tun, wenn man bei Temperaturen über 30 Grad nicht auf die Abkühlung im See oder Pool verzichten möchte? Laut BVJ gibt es die Möglichkeit, wasserfeste Pflaster über die Ohrlöcher zu kleben, die nach dem Baden wieder entfernt werden können.
Sollten die Ohrlöcher mit Badewasser in Kontakt gekommen sein, ist es ratsam, sie anschließend sofort mit einem antiseptischen Pflegeprodukt zu behandeln, das eine keimreduzierende Wirkung hat.