Mülltrennung: So entsorgen Sportler ihre Abfälle wie Profis

Leere Riegelhülle, Bananenschale, kaputtes Fitnessband: Auch beim Sport fällt Müll an. Wer ihn richtig trennt, schont Ressourcen und macht Recycling zur Trainingsroutine. Eine Initiative gibt Tipps.

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Verpackungen gehören in die Gelbe Tonne

Beim Sport greifen viele auf Energieriegel, Proteinshakes oder Getränkekartons zurück, die in unterschiedlichen Verpackungen kommen. Die Initiative «Mülltrennung wirkt» empfiehlt, Folien, Kunststoffbeutel und leere Plastiktuben in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack zu werfen. Wichtig ist, dass die Verpackungen restentleert, also vollständig aufgebraucht sind. Ein Ausspülen ist nicht erforderlich, ein löffelreines Auskratzen reicht aus. Zudem sollten die Bestandteile einer Verpackung, wie Deckel, Kappen oder Laschen, getrennt werden, um die Effizienz der Sortieranlagen zu erhöhen und das Recycling zu verbessern.

Papier und Glas sauber sortieren

Im Umfeld des Trainings fällt oft Papier an, zum Beispiel in Form von Kartonverpackungen oder Beilegern. Diese sollten ins Altpapier, es sei denn, sie sind mit Kunststoff oder Aluminium beschichtet, dann gehören sie als Verbundmaterial in die Gelbe Tonne. Glasflaschen ohne Pfand, wie sie bei Nahrungsergänzungsmitteln vorkommen, sollten nach Farben getrennt entsorgt werden. Weiß-, Braun- und Grünglas kommen in separate Container. Buntes Glas, wie blaues oder rotes, zählt zum Grünglas. Deckel können auf den Flaschen bleiben, da sie später automatisch aussortiert werden.

Pfandverpackungen gehören zurück in den Handel

Sportgetränke in PET-Flaschen oder Dosen mit Pfand sollten nicht im Gelben Sack oder Restmüll landen, sondern zurück in den Handel gebracht werden. Das Pfandsystem ermöglicht eine sortenreine Sammlung und effizientes Recycling der Materialien.

Obstschalen nicht achtlos wegwerfen

Viele Sportler bevorzugen frische Snacks wie Äpfel, Bananen oder Möhren. Übrig gebliebene Schalen, Kerngehäuse oder Stiele gehören in die Biotonne. Da unterwegs oft geeignete Entsorgungsmöglichkeiten fehlen, empfiehlt die Initiative, solche Abfälle in einem verschließbaren Behälter aufzubewahren und zu Hause korrekt zu entsorgen. Biologisch abbaubarer Müll sollte nicht in der Natur landen, da er dort langsam verrottet und Tiere anzieht.

Wenn Sportausrüstung ausgedient hat

Sportutensilien haben eine begrenzte Lebensdauer. Kaputte Gegenstände wie Socken, alte Stirnbänder oder Gummizüge sollten in den Restmüll. Größere oder elektronische Geräte wie ein defekter Crosstrainer oder eine ausgediente digitale Körperwaage gelten als Elektroschrott und müssen beim Wertstoffhof oder im Handel abgegeben werden. Große Sportgeräte ohne Elektronik können, je nach kommunaler Vorgabe, über den Sperrmüll entsorgt werden.

Weniger Müll beginnt mit guter Vorbereitung

Müllvermeidung beginnt bereits bei der Planung des Trainingsalltags. Wiederverwendbare Trinkflaschen, Brotdosen oder Stoffhandtücher ersetzen Einwegprodukte und machen das Training nachhaltiger und praktischer. Beim Einkauf lohnt sich zudem ein Blick auf recyclingfreundliche Verpackungen oder Großgebinde, die weniger Müll verursachen.